... rund ums Leben eines träumenden Otakus!


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Über Glück, Umbruchsphasen, Arbeitslosigkeit und besondere Momente.

Hay ihr lieben,

ich weiß ich habe ewig keinen Blog mehr geschrieben, wieso weiß ich ehrlich gesagt auch nicht. Mir hat wohl Lust und Zeit gefehlt. Es ist viel passiert.

Ich hab meine Ausbildung erfolgreich abgeschlossen und habe mit Freunden eine schöne Zeit gehabt und war im Urlaub. Eine neue Stelle hab ich auch angetreten und bin ausgezogen, jedoch war das gar nicht mein Fall, weshalb ich glücklicherweise einen Aufhebungsvertrag bekommen habe.

In den 3 Wochen wo ich nicht zuhause gelebt habe, habe ich feststellen müssen, das manche Träume, wohl besser Träume bleiben sollten, da die Realität ganz anders sein könnte. Mir gings wirklich nicht gut dort, aber das ganze hatte auch etwas positives: Ich hab die besten Freunde und die tollste Familie der Welt! Ich hätte niemals mit soviel Zuspruch, Aufmunterung und Unterstützung gerechnet.

Es gab einen wundervollen Moment, als ich zuhause war. Ich lag mit meinen besten Freundin Sessy und ebenfalls sehr guten Freundin Yana auf der Terasse und habe mir den Sternschnuppenregen angesehen. Es war unglaublich toll und ich habe 23 Sternschnuppen gesehen und mir viel gewünscht. Es war irgendwie magisch und sehr besonders, wir hatten alle sehr viel Spaß.

Solche Momente sind es, die mir zeigen wieso es sich lohnt zu leben. Das Leben an sich hat Höhen und Tiefen, wobei man sich an die Tiefen eher erinnert weil sie wehtun und man daraus lernen soll. Deshalb kann man sich auch mehr an diese erinnern und aus diesem Grund kommt es einem wohl so vor, als wenn man mehr Pech als Glück im Leben hat. Das stimmt allerdings nicht. Mir ist in dieser sternschnuppenreichen Nacht etwas klar geworden. Egal wie schlecht es einem geht, solange man in der Lage ist solch wundervollen, besonderen Momente zu erkennen und wertzuschätzen, so hat es sich gelohnt, den ganzen andern Mist durchgestanden zu haben oder während dieser noch andauernd einfach nur abschalten zu können.

Ein weiterer Punkt der mit bewusst geworden ist, ist mal wieder, das wir andere Menschen für viel glücklicher halten als sie sind und deshalb auch so glücklich sein wollen. Aber das stimmt einfach nicht und ich denke wenn die Menschheit von diesem Irrglauben runterkommen würde, das wir viel glücklicher wären. Alleine die Tatsache, dass wir uns mit anderen Menschen vergleichen bringt schon Übles mit sich.

Da fällt mir aus aktuellem Anlass das Thema Arbeitslosigkeit ein. Ist ein Mensch der nur sporadisch arbeitet, frei ist und trotzdem Spaß an seinem Leben hat schlechter als ein Mensch mit gradlinigem Lebenslauf und einem Job in Führungsposition?

Wir werden alle darauf getrimmt zu lernen, zu studieren oder einen Beruf zu erlernen und möglichst nahtlos zu arbeiten ohne Pausen und das am besten in den höchstmöglichen Positionen.  Aber ist es wirklich das was einen Menschen glücklich macht? Ich hab mich in der letzten Zeit soviel mit Menschen unterhalten, denen ihr Job keinen Spaß macht, die perspektivlos sind, weil sie nicht wissen was sie sonst machen sollen. Allem voran die Angst vor Ausgrenzung aus der Gesellschaft und den Strafen der Arbeitsagentur. Ist es den wirklich falsch zu kündigen, wenn einem der Job keinen Spaß macht und man dadurch irgendwann seelisch und auch körperlich erkrankt?

Ich muss ehrlich sagen das ich dieses ganze Arbeits- und Sozialsystem wirklich bedenklich finde. Es wird erwartet das man arbeiten geht, am besten nie krank wird, belastbar ist und arbeitet wie eine Maschine. Den Menschen als Individuum sieht kaum ein Arbeitgeber, aber wie sollte er auch, ist er doch auch ein Sklave dieses Systems.

Aber nochmals zurück zum Thema "Perspektivlosigkeit". In Schulen wird man viel zu wenig auf das Berufsleben vorbereitet. Es gibt soviele verschiedene Berufe auf der Welt wie soll man da in 2 Schulpraktikas die vielleicht 2-4 Wochen andauern denn den Beruf finden, für den man perfekt geeignet ist und der einem Spaß bringt? Eigentlich ist das ein Ding der Umöglichkeit. Weshalb wohl auch viele Menschen Fächer studieren, die ihnen doch keinen Spaß machen, weil sie nicht wissen was sie sonst machen sollen, sich auf Biegen und Brechen in irgendeine Ausbildung stürzen, damit man bloß nicht auf Sie herabsieht, das sie ja nicht arbeiten gehen oder gar den Sozialstaat ausnutzen.  Ich finde das falsch, und bin absoluter Beführworter von Orientierungsjahren, wie das Freiwillige soziale Jahr beispielsweise. Lange Praktikas sind auch sehr sinnvoll. Aber wird das von unseren System unterstützt? Nein! Denn für den Staat ist es ja besser irgendwas zu arbeiten. Auch wenn es einem keinen Spaß macht, auch wenn man da irgendwann nervlich dran kaputt geht, als das man sich ernsthaft damit auseinandersetzt, was man eigentlich will.

Man sollte sich mal darüber Gedanken machen, wieso Leute schon im Alter von 19-25 Jahren an Burnout erkranken, immer mehr Menschen ihr Studium abbrechen und wieviele Menschen aufgrund von psychischer Probleme kündigen. 

Ich bin der Meinung das man an diesem System weiter arbeiten sollte. Kein System ist perfekt und ich möchte mit diesem Blog auch nicht aussagen, dass ich dafür bin, dass Faulenzer staatlich gefördert gehören. Ich habe einfach den Wunsch oder auch Traum die Welt zu verändern und ich denke es wäre schon ein Anfang, wenn die Arbeitswelt damit beginnen würde einen Menschen auch als Mensch zu sehen und nicht als möglichst billige Arbeitskraft und oder Maschine die funktionieren muss.

Momentan weiß ich noch nicht genau wohin mein Weg mich führen wird, aber ich habe begriffen, dass ein lückenloser Lebenslauf einen nicht glücklich macht oder erfüllt. Es ist wirklich kein Beinbruch oder Grund sich zu schämen, wenn man etwas ausprobiert und es nicht klappt und man etwas neues versucht.

An alle die gerade ihr Studium abbrechen, kündigen wollen oder die ihren Job hassen weil er ihnen keinen Spaß macht, seit mutig und befreit euch aus diesem System, denn es ist wichtiger, auf sein Herz zuhören und auf seine Gesundheit zu achten als in etwas Erfolg zu haben was einem keine Freude bereitet.

Soooo, dass wars auch erstmal von meiner Seite aus, hat gut getan mal ein bisschen die Gedanken niederzuschreiben

Hab euch lieb

coutch alias calu :3

PS: Bitte versteht mich an dieser Stelle auch nicht falsch, ich möchte nicht JEDEN dazu ermutigen seinen Job nun hinzuschmeißen oder sein Studium abzubrechen, es ist lediglich ein Denkanstoß, welcher das Ergebnis wochenlangen Grübelns meinerseits ist.

25.8.12 22:18
 



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